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Spurensuche wie bei "Aktenzeichen XY":
Gegenstände aus der Haesler-Zeit gesucht

Spurensuche

CELLE (cwr). Im ehemaligen Waschhaus der Haesler-Siedlung Blumläger Feld werden "Schätze" gesammelt. Die von der Stadt Celle gegründete Otto-Haesler-Stiftung trägt am Galgenberg Relikte aus vergangenen Tagen zusammen, um das Lebenswerk von Otto Haesler umfassend zu dokumentieren und um mit Hilfe der Original-Ausstattung und -Gegenstände eine Wohnung im Rauterbergweg Nr. 1 für die Öffentlichkeit zugänglich im ursprünglich Zustand der frühen 30er Jahre zeigen zu können.

"Nach unserem ersten Aufruf vor etwa einem halben Jahr hat es eine große Resonanz gegeben. Ehemalige Bewohner der Haeslersiedlungen, die ihre Kindheit in den damaligen Neubauten erlebten, haben durch Berichte, Fotomaterial aber auch Einrichtungsgegenstände dazu beigetragen, das die Stiftung nun schon im Besitz etlicher Gegenstände ist, die sich früher in den Haesler-Häusern befanden, aus der Zeit von 1930 bis 1950 stammen und die wir bei den Modernisierungsarbeiten noch in Wohnungen, Kellern und Lauben gefunden haben!", so Dr. Wulf Haack, Vorsitzender der Haesler-Stiftung.

So finden sich im ehemaligen Waschhaus mittlerweile Töpfe, Schüsseln, Schränke, Türklinken, ein alte Brotmaschinen, ein Nähkästchen, ein Waschbecken der Erstausstattung der Wohnungen, Schalter, Steckdosen, Fensterrahmen, Schütten und sogar eine Brotdose aus den 30er Jahren.Oberstadtdirektor Martin Biermann und Dr. Wulf Haack traten jetzt an die Presse mit der Bitte heran, erneut dazu aufzurufen, Gegenstände aus den 30er Jahren -gerne auch bis zu den 50er Jahren- zu spenden.

"Für die Musterwohnung im Rauterbergweg 1 fehlen noch Einzelstücke wie Geschirr, Wäsche, Kleidung, Möbel, Lampen, Spielzeug und Mitbücher. für die Küche werden insbesondere noch der Gasherd (Marke "Junker und Ruh") aber auch noch einzelne Aluminiumschütten (Harrenschütten) aus dem Küchenschrank sowie Metallbetten für das Kinderzimmer und ein hälzernes Bügelbrett, das an einer Tür befestigt und ausklappbar war, gesucht", so Biermann und Haack.

Ganz wichtig seien weitere Fotos, auf denen das Leben in der Wohnung und im Garten festgehalten worden ist. Außerdem werden für die Rekonstruktion der Wohnung im Rauterbergweg 1 ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht, die über gute handwerkliche Fähigkeiten verfügen. Denn die Einbauschränke, die Speisekammer und der Küchenschrank sollen unter Verwendung von Originalteilen rekonstruiert werden. Für die Einrichtung der Original-Haesler-Wohnung im Stil der 30er Jahre hat das Land Niedersachsen 100 000 Mark zur Verfügung gestellt, den restlichen Betrag muss die Stiftung aufbringen.

Als nächsten Schritt plant die Stiftung die Einrichtung einer Wohnung direkt darüber, die dann das Wohnungsbild nach verschiedenen Modernisierungsmaßnahmen in den 50er Jahren zeigen soll."Die Spurensuche nach Details von Otto Haesler entpuppt sich als wahren Abenteuer, besonders, wenn damalige Bewohner sich an zentimetergenau Details erinnern", schwärmt Dr. Wulf Haack.

Man habe beispielsweise einen Kinderzimmerschrank gefunden, der ursprünglich ohne Rückwand war, dem jemand aus Paketpapier eine Rückwand gefertigt hat, das Paketpapier klebt heute noch am Schrank, samt Adresse und Stempel. Die originalgetreue Wohnung soll am 16. Juni erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und dann immer nach Absprache zugänglich sein.

Die Bemühungen der Otto Haesler-Stiftung gehen aber über die Sammlung von Alltagsgegenstände der Wohnungen Blumläger Feld hinaus.

"Gesucht werden außerdem Fotos, Berichte, Zeichnungen und Möbel aus den anderen Haeslerbauten (Italienischer Garten, Georgsgarten, Altstädter Schule und aus den vielen anderen Haeslerbauten in Celle, für die häufig auch Möbel nach Entwürfen von Haesler gefertigt worden sind.

Großes Interesse besteht auch an Katalogen, zum Beispiel "Heimtyp AG" und "Celler Volksmöbel" und Werkschriften insbesondere der "Metallwaren Altona- Celle" und "Metallbett Celle", erklärte Haack.

Hinweise, Fotos und Gegenstände nimmt Dr. Wulf Haack für die Haesler-Stiftung unter
Tel. (0 51 41) 98 00 67, Fax (0 51 41) 88 12 74 und per
E-Mail unter drhaack@t-online.de entgegen.

Für das Haesler-Museum im Rauterbergweg 1 werden zur weiteren Ausstattung u.a. folgende Einrichtungsgegenstände aus den frühen 30er (untere Wohnung) und frühen 50er Jahren (obere Wohnung) gesucht:

ohs Stahlrohrmöbel gesuchtStahlrohrmöbel (Tisch, Bank, Klappstühle)

ohs Schrank gesuchtKüchenschrank mit Metallschütten

ohs Herd gesuchtGasherd, rundes Waschbecken

ohs Radio gesuchtNähmaschine, Fahrrad, Fernsehapp. frühe 50er

ohs Metallbetten (200 x 80 cm)Metallbetten (200 x 80 cm)

ohs Hocker gesuchtKinderstuhl, Küchenhocker

ohs Töpfe gesuchtKochtöpfe, Küchengeschirr

Strom- und Gaszähler mit Münzeinwurf

Putzmittel (IMI, ATA udgl.)

Tisch-, Bett- und Leibwäsche, Bekleidung

Mietbücher


Ganz wichtig sind weitere Fotos, auf denen das Leben in der Wohnung und im Garten festgehalten worden ist.

Die Rekonstruktion der Wohnungen im Rauterbergweg 1 ist nur der erste Schritt. Denn die Otto Haesler-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, das Lebenswerk von Otto Haesler umfassend zu dokumentieren. Gesucht werden daher auch Fotos, Berichte, Schriften, Zeichnungen und Möbel aus den anderen Haeslersiedlungen (Italienischer Garten, Georgsgarten), der Altstädter Schule (z.B. Schulbänke und Stühle) und aus den vielen Haeslerbauten in Celle, für die häufig auch Möbel nach Entwürfen von Otto Haesler gefertigt worden sind. Großes Interesse besteht auch an Katalogen (z.B. heimtyp a.g. und celler volksmöbel) und Werkschriften, insbesondere der "metallwarenfabriken altona-celle", "metallbett celle" und der Stahlrohrmöbelfabrik Eduard Schulz.

Hinweise werden erbeten an die

Geschäftsführung: Herr Rudolf Becker
Hüttenstraße 44
29223 Celle
Telefon:  (05141) 3 48 84
Fax:  (05141) 20 83 58
E-Mail:  info@haeslerstiftung.de
Web:  www.haeslerstiftung.de