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Wasch- und Badehaus 1931

Waschhaus mit Waschfrauen
"Waschtag" in historischen Kleidern



"Feldtelefon"
Decke Waschhaus
Decke Waschhaus
Gastherme
Gastherme
ohs Büro Waschhaus
ohs Büro Waschhaus
ohs Wannenbad Waschhaus
ohs Wannenbad Waschhaus
ohs Waschhaus
ohs Waschhaus

ohs Waschhaus Installationen
ohs Waschhaus Installationen
Rekonstruktion Waschhaus
Rekonstruktion Waschhaus
Waschhaus Innenansicht
Waschhaus Innenansicht



Das Wasch- und Badehaus von 1931 gibt einen Eindruck von der gelebten Nachbarschaft in der Bauhaus-Siedlung, in der man sich an den Waschtagen traf sowie zur Körperpflege in den Dusch- und Badekabinen, die nach der Stechuhr ablief. Die Original-Waschzuber und rekonstruierten Rohrleitungen vermitteln dem Besucher ein architektonisch interessantes Bild.
Wie für die Siedlungen Georgs-Garten (Celle), Dammarstock (Karlsruhe), Rothersweg (Kassel) und Friedrich-Ebert-Ring (Rathenow) wurde für die Siedlung Blumläger Feld ein zentrales Versorgungsgebäude geplant, in dem drei Funktionen zusammengefasst sind: 

  1. Baden: Dusch- und Wannenbäder. 
  2. Waschen: Individuelle Waschkabinen, gemeinsame Waschmaschinen und Trockenkulissen, Mangelkabinen. 
  3. Heizen: Kunstlagerraum und Heizzentrale.

Im Verlauf des Jahres 1930 wurde der Entwurf mehrmals überarbeitet. Die individuellen Waschkabinen wurden zu Gunsten von Handwaschbottichen aufgegeben, weil diese nach Einbau eines zusätzlichen Zugangs zum Heizungsbereich quer gestellt wurden. Dieser Bereich wurde im Herbst 1989 nur noch von 5 Mietparteien genutzt.
Um Besuchergruppen, die gezielt wegen der überregionalen Wirkung der Bauten Otto Haeslers nach Celle reisen, die Möglichkeit der Information über seine Planung zu geben, wurde durch die Stadt Celle im Sommer 1989 mit Vorarbeiten für ein Dokumentationszentrum begonnen. Da der bauliche Zustand des Gebäudes „Am Galgenberg 13“ – Waschhaus, in Anbetracht seines Herstellungsjahrganges in gutem Zustand war und durch die Eigentümerin, die Städtische Wohnungsfürsorge-Gesellschaft mbH Celle eine Sanierung von Dach und Fassade geplant war, wurde das Gebäude für diesen Zweck hergerichtet. Umbauten waren nicht nötig. Lediglich die in den 50er Jahren eingebauten Waschgeräte wurden entfernt.
Um Raum für die Archivierung von Plänen und Aufzeichnungen sowie für die Restaurierungen zu schaffen wurden teilweise die massiven Trennwände zwischen den Bädern und Duschen entfernt. Diese sind nicht aus der Entstehungszeit des Gebäudes. Die entsprechenden Bauunterlagen weisen Holztrennwände nach. Um Größe und Ausstellung dieses Bereichs zu dokumentieren, wurden jeweils ein Bad und eine Dusche erhalten. Die Farbgebung von Wand, Fenster und Tür entspricht dem Befund.