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17.05. – 02.08.2009
Zwischen den Dingen. Stillleben von Eberhard Schlotter

Ausstellung im Bomann-Museum Celle

Altea puerto 1956 Filzstift
Altea puerto 1956 Filzstift
Atelierstilleben 1957 Öl auf Leinwand
Atelierstilleben 1957 Öl auf Leinwand
Bar 1957 Öl auf Leinwand
Bar 1957 Öl auf Leinwand
Flaschen und Karaffen, 1959. Öl auf Leinwand
Flaschen und Karaffen, 1959. Öl auf Leinwand
La costa blanca 2002 Aquarell
La costa blanca 2002 Aquarell
Licht und Schatten, Entwurf II für ein Triptychon, mittleres Blatt, 1994 Aquarell
Licht und Schatten, Entwurf II für ein Triptychon, mittleres Blatt, 1994 Aquarell

Ohne Titel um 1990 Aquarell
Ohne Titel um 1990 Aquarell
Playa Granadella, 1971, Öl auf Leinwand
Playa Granadella, 1971, Öl auf Leinwand


Das Stillleben ist eine spannungsreiche Bildgattung, die bereits Künstler unterschiedlicher Epochen reizte. Schon im Altertum war die Darstellung leb- und regloser Dinge aus der Natur oder dem Alltag des Menschen beliebter Bildgegenstand. Auch Eberhard Schlotter ist zeitlebens fasziniert von den vielfältigen Möglichkeiten dieses Genres.
Begegnen uns aus seiner Akademiezeit während der NS-Diktatur noch konventionell gemalte Blumenstillleben, so zeigt sich in seinen Arbeiten der Nachkriegszeit eine leidenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Formenreichtum der Klassischen Moderne. Ab den 1950er Jahren entfaltet Eberhard Schlotter mehr und mehr seine ganz persönliche Symbolsprache. Früchte, Muscheln, Flaschen, Vasen und rostige Dosen treten dem Betrachter wie auf einer Theaterbühne entgegen. Auf leeren Plätzen und an verlassenen Stränden ereignen sich rätselhafte Metamorphosen, Schatten scheinen sich zu verselbständigen und lassen eine magische Bildwelt entstehen. Dabei ist der Übergang vom Stillleben zur Landschaftsdarstellung häufig fließend. Schlotters Bilder sind mehrdeutig lesbare Kompositionen, in denen ein spannungsgeladenes Spiel mit Raum und Fläche, mit Nähe und Ferne, mit Illusion und Desillusion stattfindet. Ein Hauptthema für Schlotter ist die Vergänglichkeit alles Irdischen. Er führt den Betrachter damit inhaltlich zurück in die künstlerische Epoche des Barock, in der das Stillleben als eigenständige Bildgattung eine Blütezeit erlebte.
Die Ausstellung präsentiert Gemälde, Aquarelle und Graphiken aus sechs Jahrzehnten und zeigt die große stilistische und motivische Variationsbreite des Oeuvres von Eberhard Schlotter vor dem Hintergrund seiner künstlerischen Entwicklung.