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Flugblätter

Die Ereignisse, die zum Sturz des Kabinettsministers Johann Friedrich Struensee führten, wurden begleitet von einer Presse, die mit Flugblättern und Schmähschriften die Meinung der Öffentlichkeit stark gegen ihn beeinflusste und zu seiner Vorverurteilung beitrug. Mit verunglimpfenden Texten und vor allem Bildern wurde in der Bevölkerung ein Klima der Feindseligkeit geschaffen. Propagandaschriften zu politischen oder religiösen Fragen hatte es auch schon in früheren Zeiten gegeben, im Zusammenhang der Struensee-Affäre erreichte die Zahl der Veröffentlichungen jedoch ein bisher nicht gekanntes Ausmaß. Die Auflagenhöhe einzelner Flugblätter war so enorm, wie sie es für Flugblattproduktionen erst wieder in der Zeit der Französischen Revolution werden sollte.

Vom 26. Juni 2011 bis 31. März 2012 präsentiert das Residenzmuseum im Celler Schloss eine Auswahl politischer Flugblätter der „Struenseeaffäre“ aus dem herausragenden Sammlungsbestand des Celler Bomann-Museums zum Thema.