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Wie erstarrte Feuerfontänen ragen vor dem Kunstmuseum Celle zwei monumentale Skulp­tu­ren in den Himmel. Geschaffen hat das 8,5 m hohe „Feuerwerk“ aus Licht, ro­tem Lack und Stahl der Künstler Otto Piene. Für Robert Simon, den Leiter des ersten 24 Stunden-Kunstmuseums der Welt, ist die Doppelskulptur der krönende Abschluss der architektonischen Umgestaltung des Hauses, denn Pienes Lichtplastiken sind der neue Gegenpol zum leuchtenden Foyerbau. Wer nachts nach Celle kommt, den zieht ein kilometerweit sichtbarer Lichtstrahl zum Kunstmuseum. Bei der Konzeption des neuen Kunstwerks hatte Piene vor allem die Wirkung seiner Skulpturen vor Ort im Blick. Die neue Lichtplastik besteht aus einem Paar von konischen vertikalen Rohren, die je eine stählerne Feuerwerksgarbe tragen. Sie werden bei Nacht angeleuchtet und senden einen vertikalen Lichtstrahl in den Himmel. So entsteht im Zusammenspiel mit der Glasfassade des Museums ein lebendiger Licht-Raum-Körper.

Otto Piene ist Mitbegründer der Künstlergruppe ZERO und international bekannt unter anderem für seine spektakulären Sky Art-Aktionen. 2003 erhielt er den Weltkunstpreis. Mit der Celler Arbeit realisierte der Künstler seine erste Stahlskulptur. Piene setzte damit einen langgehegten Wunsch in die Tat um: „Seit meinen ersten Helium-getragenen, luftgefüllten Sternblumen hatte ich den Gedanken, sie aus Stahl zu machen – weil Stahl wetterfest ist und dauerhaft.“