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Ist während des Bauens eine Grundwasserhaltung notwendig, ist die Untere Wasserbehörde (UWB) zu beteiligen. Die für die Grundwasserentnahme und Ableitung des entnommenen Grundwassers erforderliche wasserbehördliche Erlaubnis nach Wasserhaushaltsgesetz (WHG) wird auf Antragstellung durch die UWB erteilt. Für den Wasserrechtsantrag ist das Antragsformular der UWB zu verwenden und inhaltlich vollständig zu bearbeiten.

Eine Grundwasserentnahme ist mindestens 14 Tage vor Beginn der baulich bedingten Grundwasserabsenkung bei der UWB zu beantragen.

Der Antragsteller hat darzulegen, welches Verfahren (Vakuum-Anlage mit Filterbrunnen oder Horizontaldrainage, offene Wasserhaltung ect.) für die Grundwasserhaltung das Geeignete ist und wohin die Zutage geförderte Wassermenge abgeleitet werden kann.

Eine Versickerung außerhalb des Baufeldes kommt in Betracht, wenn es die örtlichen Bedingungen (Fläche und sickerfähiger Boden) hergeben und unerwünschte Vernässungen nicht zu befürchten sind. Befindet sich ein Fließgewässer in der Nähe der Baustelle, ist das Grundwasser dorthin mit Maßnahmen zur Sicherung des Gewässers und ggfs. unter Einhalten bestimmter chemischer Paramater abzuleiten. Eine Einleitung in den städtischen Regenwasserkanal kann erfolgen, wenn ein hydraulisch ausreichend bemessenes Kanalsystem vorhanden ist. Der Einsatz von Sandfang und geeichter Wasseruhr zählt zum Standard einer Grundwasserhaltung.

Für die Beurteilung, wie viel Wasser voraussichtlich für die Grundwasserabsenkung gepumpt werden muss, stellen die Baugrubengeometrie, Höhe des Grundwasserstandes in mNN, erforderliches Absenkziel in mNN, Brunnentiefe sowie der Durchlässigkeitsbeiwert (kf-Wert) der anstehenden wasserführenden Bodenschicht wichtige Kenngrößen dar. Liegt für ein Bauvorhaben bereits ein Bodengutachten vor oder soll eines erstellt werden, ist der kf-Wert zu ermitteln.

Auskunft über Grundwasserstände und Pegelstände an Fließgewässern erteilt Ihnen die UWB gerne auf Anfrage.