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Muldenversickerung

Die Versickerung von Re­gen­wasser in einer Mulde ist baulich die einfachste und kosten­gün­stigste Va­riante. Eine Mulde ist eine Vertiefung in einer Rasen- oder Pflanzfläche, in die das Regenwasser ober­flä­chennah eingeleitet wird. Die maximale Einstauhöhe sollte 30 cm nicht über­stei­gen. Generell werden solche Mulden so groß aus­­gelegt, dass selbst bei stärkeren Re­gen­fällen spä­testens nach 15 Stunden sämtliches Wasser ver­sickert ist. Bei geringeren Nie­der­schlägen ist in der Regel kein Wasser in der Mulde sichtbar.  Somit können zum Beispiel Rasenflächen nach wie vor als Spielwiese genutzt werden.

Anwendungsbereiche :

  • Bei günstigen Boden­ver­hältnissen (mittlerer Sand)
  • Bei Grundstücken mit ausreichenden Rasen- bzw. Pflanzflächen
  • Vorrangig, wenn Zu­füh­rung von Regenwasser oberirdisch erfolgt

Geeignete Flächen :

  • Dachflächen
  • Hof- und Wegeflächen
  • Terrassen

Kenndaten:

Flächenbedarf:
Sohlfläche 10 – 20 % der angeschlossenen versiegelten Fläche

Böschung:
möglichst flach, mindestens 1:2

Vorfilterung:
nicht erforderlich, da Reinigung über Oberboden

Unterhaltung:
Grünflächenpflege, Entfernung von Laub

Zuführung von Regenwasser:

Die Zuleitung des Regenwassers in Mulden sollte möglichst oberirdisch in gepflasterten fla­chen Rinnen, Kastenrinnen mit Gitterabdeckung bzw. Rasenmulden erfolge. Die ersten 2 bis 3 m am Haus müssen in der Regel gedichtet ausgeführt werden. Die Nutzung des Grund­stückes muss dabei eine oberirdische Ableitung des Regenwassers zwischen  den Fallrohren und der Versickerungsmulde zulassen. Die oberirdische Zuleitung benötigt ein Gefälle von mindestens 1 cm pro 2 m (0,5%). Bei größeren Entfernungen und ungleichem Geländegefälle scheiden die Mulden- und Zuleitungsrinnen am Ende zu tief in das Gelände ein.