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Anonymisiertes Auswahlverfahren

Beim anonymisierten Auswahlverfahren wird Ihnen online ein Bewerbungsformular zur Verfügung gestellt. Dieses finden Sie jeweils am Ende einer Stellenausschreibung.

Über das Onlineverfahren erhalten Sie unmittelbar, nachdem Sie das ausgefüllte Bewerbungsformular abgeschickt haben eine automatisierte Eingangsbestätigung per Mail.


Damit eine Kontaktaufnahme mit der Bewerberin bzw. dem Bewerber erfolgen kann, wird zunächst nur die Emailadresse abgefragt. Diese steht allerdings dem Entscheidungsgremium nicht zur Verfügung. Das Entscheidungsgremium setzt sich zusammen aus der Führungsebene, dem Personalrat, der Gleichstellungsbeauftragten und der Schwerbehindertenvertretung. Es entscheidet zunächst in einer Vorauswahl, welche Bewerbungen nach fachlicher Eignung, gezeigter Leistung und erworbener Befähigung für die Einstellung zum Vorstellungsgespräch in die engere Wahl kommen.


Ein besonderes Augenmerk wird auf die Schwerbehinderteneigenschaft gelegt, weil die Stadt Celle daran interessiert ist, Menschen mit Behinderung beruflich zu fördern und zu beschäftigen.

Wird eine Einladung per Mail ausgesprochen, werden Sie zeitgleich gebeten, innerhalb einer Woche Ihre persönlichen Daten zu vervollständigen und die "üblichen" Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse, berufliche Qualifikationen etc.) zu übermitteln. Sie sollten diese Unterlagen möglichst schon in elektronischer Form vorhalten (vorugsweise als PDF oder JPG - Datenmenge max. 10 MB). Zu den Vorstellungsgesprächen liegen die üblichen Bewerbungsunterlagen vor und die Anonymität endet hier.

Die endgültige Auswahl wird nach dem Vorstellungsgespräch formal vom Oberbürgermeister getroffen. Danach muss der Personalrat der Einstellung zustimmen.

Alle Bewerberinnen und Bewerber werden über den Ausgang des Auswahlverfahrens per E-Mail in Kenntnis gesetzt. Damit ist das Ausschreibungsverfahren beendet.

Nach dem abgeschlossenen Ausschreibungsverfahren werden die Bewerbungsformulare zwei Monate lang aufbewahrt und anschließend vernichtet.

Es gibt gute Gründe für das anonymisierte Verfahren:

Ein kurzer Blick auf den Namen, das Geschlecht oder das Alter genügt in vielen Fällen, um eine Bewerbung auszusortieren: Vor allem Menschen mit Migrationshintergrund, ältere Arbeitsuchende und Frauen mit Kindern werden in Bewerbungsverfahren oft benachteiligt. Sie haben deutlich schlechtere Chancen, zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Das belegen zahlreiche Studien und die Beratungserfahrung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Vor diesem Hintergrund hat sich die Stadt Celle 2010 an einem Pilotprojekt zur Durchführung anonymisierter Bewerbungsverfahren beteiligt. Die Ergebnisse waren so ermutigend, dass der damalige Oberbürgermeister entschieden hat:

„Das anonyme Bewerbungsverfahren sorgt für deutlich mehr Transparenz, Objektivität und Chancengleichheit bei den Auswahlverfahren und ist ein wichtiger Baustein zu einer diskriminierungsfreien Arbeitswelt.
Wir werden das Verfahren fortsetzen, weiterentwickeln und andere von unserem Weg überzeugen.“

Die Vorteile liegen auf der Hand.

  • Es findet eine rein objektive Bewerbervorauswahl für die Einladung zum Vorstellungsgespräch aufgrund der gemachten sachlichen und fachlichen Daten statt. Ohne Angaben über Name, Alter, Geschlecht oder Familienstand, bzw. ein Bild der Bewerberin/des Bewerbers, wird eine "ungewollte" Diskriminierung ausgeschlossen.
  • Es entstehen keine Kosten für teure Bewerbungsmappen.
  • Eine Stellenvergabe „unter der Hand“ wird vermieden.
  • Durch die Standardisierung ist die Durchsicht der Bewerbungen für das Auswahlgremium einfacher, da man sich nicht ständig auf unterschiedliche Aufbauten und Sortierungen der Unterlagen einstellen muss.
Auf der Seite der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (www.antidiskriminierungsstelle.de) erfahren Sie mehr über die unterschiedlichen Formen, Stellenausschreibungen anonym zu bearbeiten.