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Eingriffsregelung

Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) sowie das Niedersächsische Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz (NAGBNatSchG) regeln (vgl. § 13 ff. BNatSchG sowie § 5 ff. NAGBNatSchG) in Deutschland und Niedersachsen ob Eingriffe in Natur und Landschaft erfolgen dürfen, wie die Eingriffe - bei Zulässigkeit - auszuführen sind sowie welche Auflagen zusammen mit diesen Eingriffen umzusetzen sind, um die Eingriffe in den Naturhaushalt zu kompensieren (Kompensation: Ausgleich und Ersatz).

Grundsätzlich sind nach den gesetzlichen Regelungen vermeidbare Beeinträchtigungen zu vermeiden (Vermeidungsmaßnahmen). Unvermeidbare Beeinträchtigungen sind auszugleichen (Ausgleichsmaßnahmen) oder zu ersetzen (Ersatzmaßnahmen).

Im Rahmen der Eingriffsregelung werden dabei die einzelnen Schutzgüter der Eingriffsregelung einzeln abgearbeitet. Die zu beurteilenden Schutzgüter sind: die Arten- und Lebensgemeinschaften (Pflanzen und Tiere, Biotope), das Klima und die Luft, der Boden, das Wasser und das Landschaftsbild.

Für den „Laien“ werden Kompensationsmaßnahmen am ehesten in der Landschaft im Rahmen von Gehölzpflanzungen sichtbar. Aber es gibt in der Praxis verschiedenste Möglichkeiten einer Kompensation - z.B. die Schaffung von Magerrasen, Heiden und Brachen, die Anlage von Kleingewässern, die Renaturierung eines Baches, die Wiedervernässung von Mooren sowie die Schaffung von Fortpflanzungs- und Ruhestätten für geschützte Arten (z.B. die Schaffung eines Fledermauswinterquartiers).