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Der ordnungsgemäße Betrieb von Kleinkläranlagen beinhaltet eine regelmäßige Eigenkontrolle durch den Betreiber, eine regelmäßige Wartung und ggfs. erforderliche Instandsetzungen durch Fachkundige sowie die rechtzeitige Fäkalschlammabfuhr.
 
Die behördliche Überwachung erfolgt durch die UWB.

Eigenkontrolle

Eigenkontrollen dienen dazu, den Betrieb der Kleinkläranlage auch zwischen den einzelnen Wartungen im Auge zu haben – ähnlich wie die Ölstandskontrolle beim Auto.
 
Es müssen regelmäßig einfache Funktionskontrollen wie z. B.

  • Stromversorgung gegeben?
  • Wurde Alarm ausgelöst?
  • Staut Abwasser zurück?
  • Ist die Versickerung ausreichend?
  • Sind Leitungen verstopft?
  • Sind auf dem Pflanzenbeet zu viele Fremdpflanzen, die beseitigt werden müssen?
durchgeführt werden.
 
Besondere Fachkenntnisse sind hierfür nicht erforderlich, dennoch sind die Eigenkontrolle entscheidend für einen lange Lebensdauer und den wirtschaftlichen Betrieb der Anlage. 
 
Festgestellte Mängel sind unverzüglich durch den Betreiber oder eine Fachkraft zu beheben und im Betriebsbuch aufzuführen. Die UWB steht beratend zur Seite.

Wartung

Kleinkläranlagen sind regelmäßig durch Fachkundige unter Beachtung der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung (baZ) bzw. der Betriebs- und Wartungsanleitung der Kleinkläranlage sowie der Anforderungen aus der wasserbehördlichen Erlaubnis zu warten.
 
Die Häufigkeit der Wartung variiert ja nach Reinigungsverfahren. Im Allgemeinen müssen naturnahe Analgen ein bis zweimal und technische Anlagen zwei bis dreimal pro Jahr gewartet werden.
 
Die Wartungsbeauftragten haben ihre Fachkunde durch die Teilnahmebescheinigung an einem landesüblichen Lehrgangssystem bei der UWB nachzuweisen. Dieses Fachkunde-Zertifikat wird einer Einzelperson erteilt und nicht einer Firma. Manche Herstellerfirmen bieten eigene Wartungskurse an und koppeln ihre Garantiebedingungen an die Wartung durch firmeneigenes Personal.
 
Zur Wartung  zählen je nach Reinigungsverfahren u. a. folgende Arbeiten: 

  • Einsichtnahme in das Betriebsbuch
  • Funktionskontrolle und ggfs. Austausch von maschinellen, elektrotechnischen und sonstigen Anlagenteilen
  • Funktionskontrolle und ggfs. Einstellung der Steuerung und Alarmfunktion
  • Schlammspielgelmessung und Beurteilung, ob entschlammt werden muss
  • Durchführen von Reinigungsarbeiten
  • Probenahme zur chemischen Analyse des Ablaufs
  • Kontrolle der Einleitung in ein Gewässer. 

Jede Wartung ist über ein Wartungsprotokoll zu dokumentieren, das Protokoll ist der UWB vorzulegen.

Fäkalschlammabfuhr

Die Entschlammung der Kleinkläranlagen erfolgt bedarfsgerecht. Voraussetzung hierfür ist, dass im Rahmen der Wartung regelmäßig die Schlammspiegelmessung durchgeführt wird. Ihr Wartungsunternehmen wird Sie über das Erfordernis der Entschlammung informieren.  
 
In der Stadt Celle darf nur der Klärwerk- und Kanalbetrieb die Kleinkläranlagen entschlammen. Hier ist die Entschlammung durch Sie oder Ihren Wartungsbeauftragten telefonisch zu beauftragen.
 
Wichtig ist, dass die KKA nach erfolgter Entschlammung wieder vollständig mit Frischwasser oder Brunnenwasser aufgefüllt wird. Das verhindert schädlichen Schlammabtrieb und ist bei Pflanzenbeeten wichtig, damit das Schilf sowie die Biologie im Filterkörper nicht unter Wassermangel leiden.

Gebühren

Die Gebühren für die Entschlammung sind in der Satzung der Stadt Celle über die Erhebung von Beiträgen, Gebühren und Kostenerstattungen für die Abwasserbeseitigung festgelegt.